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Newsletter 12
4. November 2018

Liebe Freundinnen und Freunde der Blühenden Landschaft Region Trier,

vor wenigen Tagen hat der WWF den Living Planet Report 2018 veröffentlicht [1][2]. Die Menschheit hat seit 1970 zwei Drittel des Wirbeltierbestandes der Erde ausgelöscht: Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien, Amphibien. Im Durchschnitt zwei Prozent jedes Jahr. Das sechste Massensterben der Erdgeschichte, das auch vor wirbellosen Tieren und Wildpflanzen nicht halt macht, verursachen wir. Es ist so umfassend und verläuft so schnell, dass das Überleben der Menschheit selbst nicht mehr gewiss ist. Selbst wenn heute die Zerstörung schlagartig aufhörte, bräuchte die Natur Millionen von Jahren, um sich zu erholen. (Die Arten, die wir schon ausgerottet haben, werden sich nicht mehr erholen.) Nur: die Zerstörung hört nicht auf. Sie nimmt zu.

Angesichts des Ausmaßes dieser Katastrophe drängen sich Fragen auf wie: Ist es nicht völlig aussichtslos, sich dagegen stemmen zu wollen? Oder: Was können wir schon ausrichten, wenn Politik und Wirtschaft auf der ganzen Welt den Kurs „Weiter so!“ verfolgen? Vielleicht tatsächlich wenig. Es sprechen jedoch mindestens sechs Gründe dafür (bestimmt fallen Ihnen weitere ein), es dennoch zu versuchen:
– Das eigene Gewissen
– Das Gebot der Vorsorge
– Die Hoffnung, die eine oder andere Art vor dem Aussterben bewahren zu können
– Die Empörung über unser Versagen in etwas Positives umzuwandeln
– Den Druck von unten auf die Mächtigen zu verstärken
– Die nächste Generation auf das vorzubereiten, was auf sie zukommt

Und damit zum weiteren Inhalt dieses Newsletters:
(A) Erinnerung und Einladung zum Vortrag „Artenvielfalt in ökologischen Ausgleichsflächen“
(B) Neues Saatgut eingetroffen – Abgabe zum Einkaufspreis
(C) Infostände im November
(D) Bürgerbeteiligung des Bundesumweltministeriums zum Aktionsprogramm Insektenschutz
(E) Empfehlungen zu Sendungen aus den Mediatheken von Radio und Fernsehen

(A) Erinnerung und Einladung zum Vortrag „Artenvielfalt in ökologischen Ausgleichsflächen“

zusammen mit dem NABU Region Trier laden wir Sie herzlich ein zum Vortrag „Artenvielfalt in ökologischen Ausgleichsflächen“ von [entfernt].

Seit zehn Jahren pflegt und dokumentiert Herr [entfernt] eine 700 Quadratmeter große ökologische Ausgleichsfläche in einem Hermeskeiler Wohngebiet. Obgleich äußerlich unscheinbar, hat sich dort eine beeindruckende Artenvielfalt entwickelt. Etwa 250 verschiedene Insekten- und Spinnenarten hat Herr [entfernt] auf Fotos festgehalten, darunter zahlreiche Rote-Liste-Arten. In seinem reich bebilderten Vortrag erklärt er seine Pflegemethode und schildert seine Beobachtungen der Tier- und Pflanzenwelt.

Zum Referenten: [entfernt] engagiert sich seit 34 Jahren im Arbeitskreis heimische Orchideen im Raum Trier. Neben der Pflege und Kartierung von Biotopen leitet er Exkursionen und hält Vorträge. Für seine ehrenamtliche Arbeit wurde er 1993 mit dem Umweltpreis des Kreises Trier-Saarburg ausgezeichnet.

Freitag, 9. November, 19 Uhr
Friedens- und Umweltzentrum (2. Etage)
Pfützenstraße 1
54290 Trier

Die Teilnahme ist kostenfrei. Für eine unverbindliche Anmeldung wären wir Ihnen zur besseren Planung dankbar.

(B) Neues Saatgut eingetroffen – Abgabe zum Einkaufspreis

Wir haben wieder verschiedene Saatgutmischungen gebietsheimischer und mehrjähriger Wildblumen für die Frühjahrseinsaat eingekauft:
[3] Schmetterlings- und Wildbienensaum (90% Blumen, 10% Gräser)
[4] Wärmeliebender Saum (100% Blumen)
[5] Blühende Landschaft (40% Wildblumen, 60% Kulturpflanzen)
[6] SICONA Bunter Saum und Schmetterling (100% Blumen)
[7] SICONA Blumenwiese (100% Blumen)

Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie etwas davon haben möchten.

(C) Infostände im November

An den Samstagen 17. und 24. November finden Sie uns von ca. 10 bis 18 Uhr im Wasgau Frischemarkt, Trierer Str. 47, 54320 Waldrach. Wie üblich informieren wir über das Insektensterben und Maßnahmen, wie jeder etwas für den Erhalt der Artenvielfalt tun kann, und verteilen die o.g. Saatgutmischungen in Portionen von 2 Quadratmetern.

(D) Bürgerbeteiligung des Bundesumweltministeriums zum Aktionsprogramm Insektenschutz

Im Juni 2018 hat das Bundeskabinett Eckpunkte zum „Aktionsprogramm Insektenschutz“ beschlossen. Auf Grundlage der beschlossenen Eckpunkte hat das Bundesumweltministerium Maßnahmenvorschläge erarbeitet, die es mit einer breiten Öffentlichkeit diskutieren möchte [8]. Beiträge sind nur noch bis zum 7. November möglich.

(E) Empfehlungen zu Sendungen aus den Mediatheken von Radio und Fernsehen

[9] Die Wildblumendrescher (SR2, 27.10.2018)
[10] Umdenken nötig – Landwirte können sich für mehr Biodiversität einsetzen (3sat nano, 10.10.2018)
[11] W wie wissen – Wenn die Insekten sterben (ARD, 06.10.2018)

Referenzen:
[1] https://www.wwf.de/living-planet-report/
[2] https://www.theguardian.com/environment/2018/oct/30/humanity-wiped-out-animals-since-1970-major-report-finds
[3] https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/wiesen-und-saeume-fuer-die-freie-landschaft/08-schmetterlings-und-wildbienensaum.html
[4] https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/begruenungen-fuer-den-stadt-und-siedlungsbereich/10-waermeliebender-saum.html
[5] https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-die-land-und-forstwirtschaft/23-bluehende-landschaft-fruehjahrsansaat-mehrjaehrig.html
[6] https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-luxemburg/sicona-bunter-saum-schmetterling-lux.html
[7] https://www.rieger-hofmann.de/sortiment/mischungen/mischungen-fuer-luxemburg/sicona-blumenwiese-lux.html
[8] https://dialog.bmu.de/dito/explore?action=startpage&id=90
[9] https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=66457
[10] https://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=76374
[11] https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/videos/w-wie-wissen-video-254.html

Sonnenblume auf einer ökologischen Vorrangfläche bei Pluwig, Juli 2018
Kornblumen auf einer ökologischen Vorrangfläche bei Pluwig, Juli 2018
Ringel- und Kornblumen auf ausgetrocknetem Boden einer ökologischen Vorrangfläche bei Pluwig, Juli 2018
Phacelia auf einer ökologischen Vorrangfläche bei Pluwig, Juli 2018
Sonnenblume und Phacelia auf einer ökologischen Vorrangfläche bei Pluwig, Juli 2018